28. Mai 2017

Die Generationsbrücke 2016 (Februar – Dezember 2016)

Die Generationsbrücke ist ein schönes Projekt und macht uns allen, die diese Begegnungen vorbereiten und begleiten, viel Freude. „Große und Kleine sind füreinander da“ und es ist wunderbar, wenn sie die Gelegenheit bekommen, Zeit miteinander zu verbringen.

Dezember 2016 Unsere letzte Begegnung sollte gemütlich werden, wir wollten uns Zeit nehmen, uns fragen, was haben wir gemeinsam erlebt, zusammen gespielt, worüber haben wir gelacht…. bei warmem Kakao und Keksen saßen wir im Foyer vor dem Kamin, das Feuer brannte, und haben uns erinnert. Während den Erwachsenen vielleicht einiges nicht mehr so deutlich in Erinnerung war, die Kinder wussten noch alles, jede noch so kleine Kleinigkeit… Es wurden kleine Abschiedsgeschenke ausgetauscht, und den Kindern die Versicherung gegeben, sie könnten auch einfach einmal klingeln und den großen Partner besuchen kommen…

November 2016 Ein großer Wunsch der Teilnehmer war der Besuch der Kinder im Zimmer ihres großen Partners. Die Kinder fragten immer wieder danach und wollten gerne sehen, wie sie leben. Die Bewohner gestalteten diese Stunde selbst, und wir sahen uns nur zur Begrüßung und zum Abschiedslied. Ein Bewohner gestaltete mit seinem Kind Wunschzettel für Weihnachten am Computer, den anschließend jeder Teilnehmer erhielt. Unser vorletztes Treffen fand noch einmal im Atelier statt. Groß und Klein malten sich gegenseitig, und es entstanden dabei ganz erstaunliche Porträts. Gleichzeitig war es eine gute Gelegenheit, von den Partnern schöne Fotos zu machen, die sie zum Abschied und zur Erinnerung bekommen sollten.

Oktober 2016 Anfang Oktober waren wir das erste Mal zum Werkeln in unserem neuen Atelier in Haus 1. Das besondere Licht ist einfach großartig, sehr hell und ohne Schatten. Wir hatten alle genug Platz an den Tischen und bastelten kleine Drachen, die wir aufwendig mit Wolle, Glitter und Transparentpapier verzierten.

September 2016 Bei schönstem Sonnenschein spielten wir im Garten „Mölkky“, ein finnisches Holzwurfspiel. Herr S. hatte gerade morgens den Rasen gemäht, so blieben die Holzkegel einigermaßen im Gras stehen. Unsere beiden Gruppen waren laut und fröhlich bei der Sache, dadurch lockten wir noch viele Bewohner des Hauses 3 zum Zuschauen auf ihre Balkone… Unser nächstes Treffen im September war nicht so sonnig, es war windig und nass. Im Foyer versuchten wir Krocket zu spielen. Es gab einen Parcours aus acht kleinen Toren, der zu absolvieren war. Diesmal war unser Spiel nicht herrlich chaotisch, sondern n u r chaotisch. Alle redeten durcheinander. Niemand hörte dem anderen zu, weder die Kinder, noch die Erwachsenen. So brachen wir nach zwanzig Minuten das erste Mal ein Spiel einfach ergebnislos ab und gaben stattdessen Kekse und Saft frei, was allen sehr viel besser gefiel. Das Ergebnis war zufriedenes und fröhliches Geschnatter…

Juli 2016 Vor den großen Ferien und dem langen Abschied sollte es ein kleines Sommerfest geben. Leider war die Sonne nicht gekommen, so dass das Spiel mit dem großen Schwungtuch im Foyer stattfinden musste. Platz genug war vorhanden. Es machte den Kindern viel Spaß, unter das Tuch zu krabbeln und von einer Seite zur anderen zu laufen. Unser Hausmeister kümmerte sich um Grillwürstchen und Brot und als kleine Überraschung gab es als Nachtisch eine lecker verzierte Eistorte.

Juni 2016 Unser sechstes Treffen bot für alle die Gelegenheit, sich zu zweit viel zu erzählen, und sich besser kennen zu lernen. Es gab für jeden Teilnehmer einen Steckbrief zum Eintragen von Haar- und Augenfarbe, Geburtstag, Geschwister, Interessen. Berufswünsche waren zum Beispiel Drachenflieger, Tierärztin oder Oma werden… Ganz rührend beantwortete eine 6jährige den folgenden Satz:“ Ich möchte nicht verzichten auf“ mit den Worten „Süßigkeiten und die Generationsbrücke“. Unser siebtes Treffen hatte diesmal das Thema Sommerglück. Es wurden Collagen gebastelt, mit ausgeschnittenen Bildern aus älteren Zeitschriften, die gemeinsam auf ein großes Blatt Papier geklebt wurden. Groß und Klein gestalteten zusammen eine Collage, und es war unverkennbar, die Interessen gingen hier weit auseinander. Während die großen männlichen Bewohner im Besonderen schöne, lachende Frauen, auch im Bikini, bevorzugten, waren es bei den Kindern hauptsächlich Tierphotos, die ja eher nied- als sommerlich sind. Egal, sie wurden in großer Anzahl aufgeklebt. Die weiblichen Teilnehmer hingegen entschieden sich bei der großen Auswahl sommerlicher Motive in erster Linie für die kulinarischen und ästhetischen Dinge des Lebens: bunte Sommerblumen, Bilder von Strand und Wasser, eisgekühlte Getränke, Erdbeerkuchen, Melonen, Tomaten, Sommermode und Schuhe…. Hinterher sah die Bibliothek aus wie bei Hempels… Um genügend Platz auf dem Tisch zu haben, landeten alle Seiten, die nicht für die Collage infrage kamen, einfach darunter auf dem Teppich… Alle Kunstwerke hingen dann für eine kleine Weile im sonnendurchfluteten Durchgang zu Haus 1

Mai 2016 Gleich nach unserem Begrüßungslied ging es in die Bibliothek zum Malen und Raten. Zwei Gruppen rieten um die Wette Begriffe, die die Kinder mit großem Spaß auf unser Magnetbord malten. Alle beeilten sich sehr, um pünktlich wieder in der Schule zu sein.

April 2016 24 Meter Kreppklebeband waren notwendig, um ein großes „Mensch ärgere Dich nicht „-Spielfeld auf den blauen Teppich im Foyer zu kleben. Das Erstaunen und die Freude waren groß, denn die Kinder waren die Spielfiguren, und hüpften von Feld zu Feld. Ihre großen Partner gaben sich sehr viel Mühe, hohe Zahlen zu würfeln. Es war ein Riesenspaß für alle und ein herrliches Durcheinander. Unsere vierte Begegnung begann wie jedes Mal mit unserem Lied im Stuhlkreis. Anschließend wurde ein großer Gymnastikball innerhalb des Kreises hin- und her bewegt, mit den Füßen, den Händen und sogar mit dem Kopf. In der verbleibenden Zeit wurden große Margeriten gebastelt. Die einzelnen Finger des Partners wurden mit einem Stift umrandet, und bildeten die Blütenblätter um die gelbe Mitte. Die Kinder konnten sich kaum trennen, es gab noch so viel zu erzählen.

März 2016 Unser zweites Treffen nach den Frühjahrsferien war kurz vor den Ostertagen, und so bastelten Kinder und Erwachsene nach dem gemeinsamen Singen ein großes Osterei aus Transparentpapier. Groß und Klein saßen dicht beieinander, erzählten viel und halfen sich dabei gegenseitig.

**Februar 2016** Nach einer sehr sehr langen Vorbereitungszeit fand im Februar die erste Begegnung zwischen acht Kindern der Grundschule Iserbarg und acht Bewohnern der Else Voss Stiftung statt…. Bevor die Kinder kamen, saßen alle großen Teilnehmer im Foyer im Stuhlkreis und wir konnten noch einmal das Begrüßungslied einüben. Dann waren sie da, schauten neugierig durch die Fensterscheiben, kamen aber noch nicht herein, Frau E. probte auch mit ihnen ein letztes Mal unser Lied. Zunächst ging es zur Garderobe und endlich kamen sie näher, ein wenig schüchtern noch und unsicher. Im Stuhlkreis fanden sie schnell ihre großen Partner und stellten sich daneben. Gemeinsam, und Hand in Hand, sangen wir unser Begrüßungslied Große und Kleine sind füreinander da“. Für das anschließende Luftballonspiel brauchten wir viel Platz im Foyer. Der Ballon flog zwischen Groß und Klein hin und her, das ging sehr gut im Stehen, aber auch im Sitzen, für diejenigen, die nicht so lange stehen können. Es sah herrlich bunt und wunderbar fröhlich aus, viel Gelächter war zu hören. Nach einer kleinen Stärkung mit Keksen und Apfelschorle, ging es zum Malen in die Bibliothek. Jeder Partner malte die Umrisse der geschlossenen Hand vom anderen auf ein Blatt Papier. Daraus entstand das Bild einer Tulpe, die phantasievoll ausgemalt wurde. Dabei ergaben sich intensive Gespräche…. Viel zu schnell verging die Zeit. Zum Abschied wurden alle Kunstwerke zum Bestaunen in den Stuhlkreis gelegt und noch einmal gesungen: „Alle Leut gehen jetzt nach Haus…“ Die Kinder nahmen ihren Luftballon und ihr Bild mit nach Hause.

26. Juli 2016

In Gemeinschaft leben, aber alleine wohnen

Das Angebot Servicewohnen richtet sich an Senioren, die für sich in einer Mietwohnung leben wollen, aber gleichzeitig auch das Zusammensein mit anderen erleben und verschiedene Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchten.

Neigt sich das Berufsleben dem Ende zu, drängt sich die Frage auf: Was kommt danach? Wie und wo verbringe ich meinen Lebensabend? Für viele ist dabei klar: Sie wollen möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Dort fühlen sie sich zu Hause, dort leben sie in ihrem vertrauten Umfeld. Aber ganz so einfach ist das leider meistens nicht. Denn wenn das Haus bzw. die Wohnung nicht altersgerecht, d. h. barrierefrei eingerichtet ist, wird sich vieles dort eines Tages als Hürde oder Stolperstein erweisen. Damit es nicht so kommt, müsste baulich eine Menge verändert werden – und das kann teuer werden. Außerdem sollte man bedenken: Zu Hause wohnen zu bleiben – eventuell wird pflegende Unterstützung nötig –, ist womöglich nicht das Ideale, wenn man im Alter alleine ist.

Eine bekannte Alternative ist das klassische Seniorenwohnheim. Aber es ist längst nicht die einzige. So ist für immer mehr Menschen das Servicewohnen eine ideale Möglichkeit, auch außerhalb des vertrauten Heims altersgerecht zu wohnen und ein erfülltes Leben zu führen.Bei diesem Angebot, das aus dem „Betreuten Wohnen“ hervorgegangen ist, können sich selbstständige Senioren eine Wohnung in einer altersgerecht ausgestatteten Wohnanlage anmieten und dort verschiedene Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Bei einem Teil dieser Leistungen handelt es sich um sogenannte Grund- oder Standardleistungen, die jedem Bewohner der Wohnanlage zur Verfügung stehen. Für sie wird bei der Miete ein Betreuungszuschlag in Rechnung gestellt – unabhängig davon, ob jemand die Angebote persönlich nutzt. Für diese Leistungen wird in der Regel neben dem Mietvertrag ein gesonderter Betreuungsvertrag geschlossen. Über die Grund- oder Standardleistungen hinaus besteht aber auch die Möglichkeit, weiteren Service als Wahlleistungen in Anspruch zu nehmen. Hier zahlt man dann nur für das, was man auch in Auftrag gibt. Wahlleistungen sind beispielsweise die Versorgung mit Mahlzeiten, die Wohnungsreinigung und organisierte Ausflüge. Häufig gibt es in den Wohnanlagen größere Gemeinschaftsräume, Cafés, Teeküchen und Bibliotheken. Auch sportliche und kulturelle Aktivitäten werden angeboten. So bildet sich häufig eine soziale Gemeinschaft, in der aktive Nachbarschaftshilfe praktiziert wird und persönliche Freundschaften entstehen.

Da sich die Angebote des Servicewohnens unterscheiden und jeder seine persönlichen Erwartungen und Ansprüche hat, ist es wichtig, sich vorab über die Ausstattung und Leistungen einer Wohnanlage sowie über die Mietbedingungen zu informieren. Das gilt umso mehr, wenn besondere Betreuung und Hilfe benötigt wird oder zu erwarten ist, dass diese in Zukunft in Anspruch genommen werden muss. Denn: Welche Pflegeleistungen in welchem Umfang angeboten werden, ist von Wohnanlage zu Wohnanlage unterschiedlich.

Im Hamburgischen Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetz (HmbWBG) ist geregelt, welche Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Servicewohnens erfüllt sein müssen. So sind viele der entsprechenden Wohnungen öffentlich gefördert, weshalb ein Wohnberechtigungsschein (§-5-Schein) verlangt wird. Überschreitet das eigene Einkommen nicht eine bestimmte Grenze, bekommt man diesen auf Antrag beim Sozialen Dienstleistungszentrum des Bezirks – Fachamt Grundsicherung und Soziales.

Weiteres zum Thema findet sich in dem Senioren-Ratgeber „Servicewohnen in Hamburg“ der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, der unter der Internetadresse http://www.hamburg.de/pflege/veroeffentlichungen/116612/ratgeber-servicewohnen-in-hamburg heruntergeladen werden kann.

18. November 2014

Gemeinsames Fahrstuhlfahren mit all unseren Förderern

Das Werk ist vollbracht: die Fahrstühle an Haus 1 und 2 der Else Voss Stiftung sind fertiggestellt.

Neuer Fahrstuhl

Dank der großzügigen Zusage der Powalla Stiftungen, 2/3 der Kosten zu übernehmen, sind wir das Wagnis eingegangen, nicht vorhandene Eigenmittel in Höhe von 120.000 € durch Spenden einzuwerben. Unsere anfänglich großen Bedenken, eine solch unermesslich hohe Summe zusammen zu bekommen, haben sich im nachhinein als unbegründet herausgestellt. Wie durch ein Wunder sind wir auf eine unglaubliche Welle der Hilfsbereitschaft gestoßen. Damit hatten wir nicht gerechnet. Freunde, Bekannte und selbst einige unserer Bewohner haben uns unter die Arme gegriffen. Den Löwenanteil indes ist uns von einigen wenigen Stiftungen zuteil geworden, die uns mit Beträgen unterstützt haben, die wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht erhofft haben. Nur dadurch ist es uns gelungen, dieses großartige Projekt nun zu vollenden.

Zum Dank laden wir all unsere Förderer ganz herzlich zu einem "Flying Buffet" ein:

Flying Buffet
Am Mittwoch, 26. November 2014, um 17:00 Uhr in der Else-Voss-Stiftung

Oktober 2014

Das Projekt "2 neue Fahrstühle"

Die Else Voss Stiftung ist eine betreute Seniorenwohnanlage in Hamburg-Rissen. Sie ermöglicht minderbemittelten, alten Menschen durch günstige Mieten, weiter selbständig und unabhängig in den eigenen vier Wänden zu leben.

Dazu bietet sie 81 Ein-Zimmer-Wohnungen mit Bad und separater Küche in drei eigenständigen, aber miteinander verbundenen Gebäuden an. Leider wurde beim Bau Anfang der 70er Jahre nur eines dieser zweigeschossigen Häuser mit einem Fahrstuhl ausgestattet. Dieser Zustand schränkt nicht nur die Mobilität der Bewohner der anderen beiden Häuser deutlich ein, sie entspricht auch nicht mehr den heutigen gesetzlichen Anforderungen an die Barrierefreiheit.

Angesichts unserer immer älter werdenden Bewohner, die dank ambulanter Pflegeeinrichtungen heutzutage nicht mehr genötigt sind, in Pflegeeinrichtungen umzuziehen, haben wir uns entschlossen, die Häuser 1 und 2 mit Fahrstühlen nachzurüsten. Dieses Vorhaben kostet 350.000,-- €. Wir schätzen uns glücklich, in den Powalla-Stiftungen einen Partner gefunden zu haben, der bereit ist, uns zwei Drittel davon zu finanzieren. Ein Drittel (120.000,-- €) müssen wir jedoch selbst beitragen. Zwar können wir davon etwa 50% selbst aufbringen, stoßen aber damit an unsere Leistungsgrenze, die sämtliche anderen Vorhaben gefährdet, wie insbesondere die weiter notwendige Sanierung von insgesamt noch 40 aus den Anfang der 70er Jahre stammenden Wohnungen. Unseren Kreditrahmen wollen wir aus Verantwortung für die Zukunft nicht ausweiten.